Was seit Jahren die Spatzen von den Dächern pfeifen ist jetzt bis ins Ökologische Hauptquartier in Berlin vorgedrungen: Europa braucht eine eigene starke Solarindustrie um sich aus der chinesischen Abhängigkeit zu befreien. Etwa 80 % aller Solaranlagen kommen aus China, bei den Vorprodukten ist der Abhängigkeitsgrad noch größer. Während Anna Lührmann Staatsministerin in Baerbocks Außenministerium von 80 % spricht, beziffert in einem Gastbeitrag im Handelsblatt Prof. Eicke Weber die Abhängigkeit mit 95 % deutlich dramatischer, bei den Vorprodukten wie Solarzellen wären es sogar nur 0,4 % die aus europäischer Fertigung stammen.

Aber es zeigt sich Licht am Ende des Tunnels, obgleich erst etwa 50 Modulhersteller in Europa den Markt versorgen, angeführt von der Schweizer Firma Meyer Burger, die in Sachsen und Sachsen-Anhalt ein Zentrum der europäischen Solarindustrie aufbaut. Die Aktivitäten kommen gerade rechtzeitig, denn nach Prof Weber liegt das größte Wachstum der PV-Industrie noch vor uns. In diesem Jahr betrug die Produktion ca. 250 GW, im nächsten Jahr sind 1000 GW anvisiert, aber für eine Energierevolution werden jährlich 50 TW benötigt, um den steigenden Energiebedarf zu decken. Der Einstieg in eine eigene Solarproduktion kommt also zu einem günstigen Zeitpunkt, die PV-Technologie befindet sich im Übergang von der zweiten zur dritten Generation und hier liegen Europas Chancen. Klar ist, dass hierfür staatliche Subventionen benötigt werden und hier ist die Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium gefordert.

Quelle:

Kölner Stadtanzeiger vom 24. Jan. 2023

https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-wir-haben-jetzt-die-chance-eine-starke-europaeische-solarindustrie-aufzubauen/28658460.html

Ein Lichtblick für die Solarindustrie

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